Literatur & Harfe

Stephan Schäfer, Lesung
Giedrė Šiaulytė, keltische Harfe/Konzertharfe/Josef-Häussler-Harfe

Irisches Tagebuch
Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll (in 2017)

Heinrich Böll stattete mit seinem „Irischen Tagebuch“ den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich seit seinem ersten Besuch auf der Insel im Jahr 1954 wahlverwandtschaftlich verbunden fühlte. Dank Bölls liebevollem Erzählstil gewinnen in den kurzen Episoden Landschaft, Verhältnisse und Bewohner Kontur und prägen sich ein. Die „Stuttgarter Zeitung“ schrieb beim Erscheinen des Buches 1957: „Das Geheimnis dieses Buches, des liebenswertesten Buches von Heinrich Böll, ist, dass kaum ein Wort über die verzwickte Ökonomie und die noch verzwicktere Geschichte dieses kleinen Staates gesagt wird und dass dennoch das ganze Irland in diesem Tagebuch eingefangen zu sein scheint.“

Umrahmt wird die Lesung auf der keltischen Harfe.

STEPHAN SCHÄFER studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste.

2001 gründete er das Kölner Künstler-Sekretariat. Seither wurden von ihm über 500 Veranstaltungen moderiert.

Seit 2006 ergänzt Stephan Schäfer diese Tätigkeit durch Lesungen. Neben Themenabenden und Autorenportraits gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen.

Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit für Reiseveranstalter und internationale Kulturvereine, in Bibliotheken und Museen.

Provence
Literarisch-musikalische Begegnungen
im Land des Lichts

Die faszinierende Kulturlandschaft zwischen Rhônetal, Mittelmeer und Seealpen ist ein mythisches Land, das die Natur zum Leuchten bringt. Mit seinem magischen Licht war sie nicht nur von jeher Anziehungspunkt für Maler und Philosophen, sondern findet auch in der Literatur und Musik ihren Widerschein.

So treffen hier u.a. Texte von Alphonse Daudet, Frederic Mistral, Joseph Roth und Peter Handke auf romantisch-impressionistische Meisterwerke für Harfe solo von Gabriel Fauré, Claude Debussy, Gabriel Pierné und Camille Saint-Saëns.

Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane (in 2019): Literarisch-musikalische Impressionen aus England und Schottland

Theodor Fontane reiste in seinem Leben mehrfach nach London. Fasziniert von der der pulsierenden Metropole und ihrer idyllischen Umgebung, besuchte er bei diesen Gelegenheiten auch Manchester, Oxford und Brighton. Im Sommer 1858 erfüllte er sich dann einen Jugendtraum und bereiste zusammen mit einem Freund das romantische Schottland. Die karge, aber reizvolle Landschaft zwischen dem Tweed-Fluss und dem rauen nördlichen Hochland sowie die Schauplätze von Shakespeares „Macbeth“ und Walter Scotts Romanen waren für ihn eine große Quelle poetischer Inspiration. Was ihn bei allen diesen Reisen nachhaltig prägte, war die Verbindung von Modernität und Tradition, Weltoffenheit und regionalem Selbstbewusstsein. In seinen Betrachtungen verbinden sich spontane Eindrücke mit historischen Rückblicken, die Würdigung des Erhabenen mit dem augenzwinkernden Blick auf das Alltägliche.

Umrahmt wird die Lesung durch englische und schottische Traditionals auf der keltischen Harfe

Neu:
Mozart auf der Reise nach Prag

Lesung aus Eduard Mörikes berühmter Novelle (1855) zu Musik von Mozarts u. Mörikes Zeitgenossen (u.a. Krumpholtz, Dussek und Häussler) gespielt auf der Josef-Häussler-Harfe.

Weihnachten in Europa
Geschichten und Harfenklänge zum Advent
aus Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden

Das Weihnachtsfest wird in jedem Land anders gefeiert. Diese unterschiedlichen Traditionen und Mentalitäten spiegeln sich auf eindrucksvolle Weise auch in Werken der Literatur und Musik wider, die eigens für diese Zeit entstanden sind. Berühmte Schriftsteller und populäre Melodien bringen uns so in Texten und Tönen unsere Nachbarländer und ihre Bewohner näher: Neben der Vielfalt Europas werden dabei aber auch manche Gemeinsamkeiten offenbar.

Weihnachten in Irland

Wie in vielen anderen Ländern ist Weihnachten auch in Irland ein großes Fest. Die Bräuche sind dabei denen der Deutschen gar nicht so fern: Es wird dekoriert, viel gegessen und umso mehr getrunken. Man kommt zusammen, in der Familie oder am liebsten im Pub. Kein Wunder, dass die Iren die „Fröhliche Weihnacht“ (irisch: „Nollaig Shona Duit“) gerne wörtlich nehmen und es in der „Stillen Nacht“ oft eher lustig als sentimental zugeht, eher weltlich als fromm. Denn Weihnachten ist auch das Fest, bei dem die Sorgen für ein paar Stunden vergessen werden können.

Die Musik spielt dabei traditionell eine große Rolle. Zu den ältesten irischen Weihnachtsliedern zählt „Wexford Carol“ aus dem 12. Jahrhundert oder „Curoo Curoo“, auch „Carol of the Birds“ genannt. Auf der keltischen Harfe werden diese und andere irische Traditionals durch die renommierte Solistin Giedrė Šiaulytė (Litauen) mit hoher Virtuosität und Leidenschaft für dieses urtümliche, mystische Instrument zum Klingen gebracht.

Im Wechsel mit der Musik wird der Kölner Sprecher Stephan Schäfer irische Weihnachtsgeschichten lesen, u.a. von Frank O’Connor, Sean O’Faolain und Flann O’Brien.